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Sagenhaftes Kyffhäusergebirge

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Kyffhäuserdenkmal

Zu erreichen ist das Kyffhäuserdenkmal über die B 80 in Richtung Sangerhausen/Halle, Abfahrt Berga und über die B 85 in Richtung Bad Frankenhausen.
Idyllisch inmitten des Kyffhäusergebirges gelegen, ist das 81 Meter hohe Bauwerk schon von Weitem zu sehen.

1871 erfüllt Kaiser Wilhelm I. mit der Reichseinigung die Barbarossa-Sage.
1890 bis 1896 wird das Kyffhäserdenkmal errichtet.
336 Zentner wiegt die Figurengruppe mit dem 11 Meter hohen Reiterstandbild von Wilhelm I.

Blick vom Kyffhäuser auf Burg Kyffhausen und Fernsehturm

1000 Jahre deutsche Geschichte von Friedrich Barbarossa bis Kaiser Wilhelm I. – verewigt in einem monumentalen Denkmal. Neben einem imposanten Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. und einer in Stein gehauenen Barbarossafigur (6,5 Meter hoch) bietet die Anlage den mit 176 Meter tiefsten Burgbrunnen Europas. Wer die 247 Stufen zur Turmkuppel des Denkmals hinaufsteigt, wird mit einem gigantischen Blick über die Goldene Aue und den Harz bis hin zum Brocken belohnt.

 

Unterhalb des Denkmals liegt die alte, in der Regierungszeit Barbarossas (1152-1190) errichtete Reichsburg Kyffhausen (ehemals 600 Meter lang), eine der größten und stärksten mittelalterlichen Burganlagen Deutschlands. Sie war der Nachfolge-Wehrbau der Königspfalz Tilleda. Die Pfalz wurde in der 30-er Jahren des vorigen Jahrhunderts ausgegraben und der Öffentlichkeit später mit Grubenbauten und Wehranlagen zur Besichtigung freigegeben.

Ihre Dreiteilung in Unter- Mittel- und Oberburg ist noch gut erkennbar. Besonders die Ruine der Unterburg ist gut erhaltenen und weist große Teile der ursprünglichen Bausubstanz auf. Von der Mittelburg gelangt man über eine eindrucksvolle Steinbrücke zur Oberburg, deren Bergfried vollständig restauriert wurde. Das Burgmuseum zeigt Darstellungen der Barbarossasage und eine Ausstellung zur Geschichte des Denkmals.

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Nach der Sage soll Kaiser Friedrich I., besser bekannt als Barbarossa, seit Jahrhunderten im Berg auf das Erstarken der Nation warten.
Nach einem alten germanischen Volksglauben sterben die Helden nicht einfach, sondern harren in einem Berg auf ihre Rückkehr. So soll auch Karl der Große im Untersberg in den Alpen von Raben umkreist schlummern und auf seine Rückkehr warten. Heinrich der Vogler ruht der Legende nach im Süderner Berg bei Goslar; und Holger Darnske, Sohn des Wikingerkönigs Geoffrey, fiel in der Festung Kronburg in einen tiefen Schlaf. Man erzählt auch, sein Bart wachse hinunter bis zum Boden; und drohe Dänemark Gefahr wird er aufstehen und die Nation in die Freiheit führen.
Wie an diesen Beispielen zu erkennen ist, ist der Volksglaube eng an seine Sagen verknüpft, wobei diese sich in diesen Fällen sogar ähneln.

In der Nähe des Kyffhäusers, am Fuße des Berges, kann man sich den Tisch ansehen, wo der alte Rotbart Barbarossa auf seine Wiedererweckung wartet. Die Barbarossahöhle erreicht man von Bad Frankenhausen oder Sondershausen am günstigsten.

In letzter Zeit ist das Kyffhäsusergebirge mit seiner sich schlängelnden B85 zum Mekka für Motorradfahrer geworden, aber ab und zu trauen sich auch einige Fahrradfahrer die Berge rauf und runter.
In jedem Fall sollte man einen ganzen Tag für den Besuch dieses herlichen Ausflugzieles einplanen, vielleicht treffen Sie ja sogar den alten Barbarossa.


Tip: den Kyffhäuser auf Video erleben, das Gebiet in Kartenmaterial erkunden, oder die Sagen, welche sich um Barbarossa ranken finden Sie

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