Kraniche verschnaufen nahe Auleben

An der Spitze der Formation fliegen die kräftigen, erfahrenen Kraniche. Ihnen folgen zielstrebig die Familien mit ihren Jungvögeln. Der Futterreichtum in den Feuchtgebieten nahe Auleben muss sich bei den Groß- und Wasservögeln herumgesprochen haben. Jeden Frühling und Spätherbst lassen sich unzählige Vögel nieder, um sich die Kräfte vor ihren Weiterflügen anzufressen.
Der graue Kranich ist mit einer Größe von 1,20 mMetern der größte Vogel Europas und zugleich der einzige Vertreter der weltweit 15 Kranicharten in Mittel- und Nordeuropa. Bis vor wenigen Jahren galt er als stark gefährdet. Das ist er heute nicht mehr, denn es gibt wieder über 3000 Brutpaare in Deutschland, die meisten in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Trotzdem ist der Kranichschutz sehr wichtig, denn wo Kraniche sich einfinden, ist die Natur in Ordnung, und das heiß, daß sich dort auch andere Tier- und Pflanzenarten wohlfühlen.
Emsige Naturbeobachter meinen, dass ein Kranich an jeder Feder ein Auge hat. Einträchtig vereint sich die Vogelwelt, doch kein Mensch kommt den Kranichen zu nahe. Diese Vögel würden sofort flüchten. Es sieht elegant aus, wenn ein Kranich seine Flügel spreizt. Es ist eine Spannweite von 2,20 Metern. Die Schleppe - schöne Federn über dem kurzen Schwanz - ist ihr Schmuck. Imposant sind die Tänze und das Balzverhalten. Fleißige Naturbeobachter wissen, dass sich ein Kranichpaar treu ist. Sie brüten abwechselnd. Die zwei bis drei Küken schlüpfen nach 30 Tagen. Nach einem Tag macht sich das Küken allein auf Futtersuche. Damit sich die Landwirte in der Goldenen Aue nicht über die Kraniche ärgern, werden die Vögel mit Mais oder Getreidebruch auf Lockplätze manövriert.
Wie sich der Rastplatz bei den Kranichen herumsprach, so wissen bundesweit die Beobachter und Ornithologen über das Terrain und seinen Artenreichtum Bescheid. An Wochenenden sind die Wanderer unterwegs, mit Fernrohren und Kameras.
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