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Das Heringer Schloss

Das Heringer Schloss: ein "Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung" 

 

Schloss Heringen

 

Schloss Heringen

Schlossplatz 1

99765 Heringen 

Telefon 036333-73888 Fax 036333-73624
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Die in Heringen noch heute gut bekannte und verehrte Gräfin Clara, Herzogin zu Braunschweig und Gräfin zu Schwarzburg und Hohnstein, hatte hier im 17. Jahrhundert ihren 60 Jahre dauernden Witwensitz. Im Inneren des Schlosses führt eine steinerne Wendeltreppe durch alle vier Stockwerke. Ein Heimatmuseum und eine Galerie, wo zahlreiche Ausstellungsstücke aus alter und neuer Zeit zu sehen sind, findet man hier. Ständig wechselnde Ausstellungen, in der Galerie, sind ein Mangnet für viele Besucher. Ein Blick in die oberste Etage und das Dachgeschoss gibt Aufschluss über die Bau- und Zimmermannskunst unserer Vorfahren. Ein Festsaal und Vereinsräume bringen neues Leben in die alten Gemäuer. Der neu gestaltete Festplatz und die Festhalle bieten Platz und Ambiente für die verschiedensten Festlichkeiten.
Ein Besuch lohnt sich, oder schauen Sie doch mal auf diese Homepage oder unter www.schloss-heringen.de.

Eine weitere Homepage befaßt sich mit den Burgen und Schlössern im Harz, hier wird das Heringer Schloß vorgestellt. 

Die Ausstellungen werden jetzt aufgrund des Umbaues im Neuen Schloß gezeigt werden. 
freier Eintritt inkl. Führung bei Nutzung der Thüringen-Card

 Bus und PKW - Parkplätze vor dem Schloss vorhanden.

Öffnungszeiten

Montag 9.00 : 15.00
Dienstag 9.00 : 15.00
Mittwoch 9.00 : 15.00
Donnerstag 9.00 : 15.00

Bei Ausstellungen Samstag und Sonntag von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Ausserhalb der Ausstellungen nach Vereinbahrung !

Ausstellungsgegenstand: Regionalgeschichte, Sonderausstellungen , Volkskunde

 

Nordhausen/Heringen (nnz). Als faszinierend und einzigartig in seiner Bauweise – so präsentiert sich das Heringer Schloss seit Jahrhunderten den Menschen. Der imposante Adelssitz aus dem 13. Jahrhundert gehört zu den wenigen seiner Art, die noch erhalten sind. Davon überzeugte sich Landrat Joachim Claus (CDU) bei einem Besuch.



Aus einer einstigen Ritterburg (gotischer Baustil) wurde im Laufe der Zeit durch Umbauten ein Wohnschloss im Renaissancestil. Auf die bewegte Geschichte dieses Schlosses ist von Heimatforschern in zahlreichen Beiträgen in lokalen und regionalen Medien mehrfach eingegangen worden. Aktuell nur soviel: Die Zeiten der Nutzung des Schlosses als Getreidespeicher oder Geflügel-Brüterei sind lange vorbei. Die Heringer Bürger, vor allem die schon zu DDR-Zeiten gegründete Interessengemeinschaft Schloss Heringen (heute ein eingetragener Verein) bemüht sich – und das erfolgreich – um Sicherung und Erhalt dieses Wahrzeichens und vor allem um eine sinnvolle Nutzung. Das und vieles mehr erfuhren Landrat Joachim Claus und zahlreiche interessierte Bürger aus Heringen und Nordhausen am gestrigen Nachmittag im Rahmen einer Schlossbesichtigung (nnz berichtete im Vorfeld).

Bereits eingerichtet ist eine Heimatstube, die mit wechselnden Ausstellungen zahlreiche Besucher anzieht. Derzeit wird eine große Puppenausstellung gezeigt, die auch über die Osterfeiertage zu besichtigen ist. Vorgesehen ist, in Teilen des Schlosses ein „Haus der Vereine“ einzurichten. Zudem wird auch über eine kommerzielle Nutzung des Neuen Schlosses nachgedacht. Hier sollen Fremdenzimmer hergerichtet werden. Von den Stadtvätern nicht vergessen werden die jungen Leute: Einer der zahlreichen mit Kreuzgewölben versehenen Kellerräume soll alsbald zu einem Jugendklub ausgebaut werden. Übrigens: Axel Hofmann, Mitarbeiter im Bauamt Heringen und Vorsitzender der Interessen-Gemeinschaft freut sich immer über neue Mitstreiter in „seinem“ Verein und natürlich über zahlreiche interessierte Besucher. Kontakt: IG Schloss Heringen 1327 e.V. Schlossplatz 1, 99765 Heringen, Tel. 036333/73888. (nnz)

 

Bauarbeiten im Heringer Schloss

Thüringer Allgemeine 2.März2007:
HERINGEN (ah).

Die Puppen sind in Sicherheit. Die Bauarbeiter können ihr Werk beginnen. Im sogenannten alten Heringer Schloss wird ab kommender Woche gebaut. Dafür musste auch die Sonderausstellung mit historischen Puppen im Festsaal weichen. Nach den Arbeiten im neuen Schloss (TA berichtete) wird nun endlich der alte Teil des Gemäuers in Angriff genommen. Als Erstes steht die Untersuchung der Decke im Festsaal an, erklärte Ursula Burkhardt, Statikerin im Bauaufsicht führenden Ingenieurbüro Zschernig aus Heringen. Vom Fußboden des darüberliegenden Geschosses wird untersucht, ob die Holzbalken alle noch in Ordnung sind. Wenn nicht, könnte es kompliziert werden. Denn dann müsste die ganze Decke geöffnet und am Ende eine neue Balkenlage eingefügt werden, so die Ingenieurin. Doch da heißt es erst einmal abwarten. Viel zu tun gibt es trotzdem. Bis Mai, vielleicht Juni sollen alle Decken bis einschließlich des dritten Obergeschosses wieder hergestellt werden. Die Holzkonstruktion der Flächen sollen dabei so gefestigt werden, dass sie nicht nur als Lauffläche, sondern auch als Stütze für die sich neigenden Schlossmauern dienen können. So könne man gleichzeitig das Kippen verhindern. Der Fahrplan für die nächsten Maßnahmen wurde bereits besprochen, und auch die Fördergeldanträge laufen schon. Auf eine Million schätzt der Heringer Bauamtsleiter Hofmann den Mittelaufwand. Das vierte Geschoss und ein Teil des Schlossdaches können dann damit saniert werden.

 

Umzug im Schloss

15.04.2007
Das Heimatmuseum der Stadt ist umgezogen. Neuerdings ist es im sogenannten neuen Schloss zu finden.

Am Wochenende waren erstmals wieder Besucher eingeladen. Zwar hatte man probeweise schon zu Ostern auf, aber seit Samstag wird nun wieder regulär geöffnet. Die Besucher am Ostersonntag seien von der neuen Präsentation im Schloss sehr angetan gewesen, sagt Ursula Thomas, die Leiterin des Heringer Schlosses. Der Umzug war notwendig geworden, weil das Schloss bei laufendem Betrieb umgebaut wird. Das habe man den Besuchern nicht zumuten wollen und können, meint Ursula Thomas.

Begonnen hatte man mit der Sicherung des neuen Schlosses. Anker waren in die Wände eingezogen worden. Nun sei der mittlere Teil stabil, sagt Ursula Burkhardt vom Heringer Ingenieurbüro Zschernig, das die Sanierung des alten Gemäuers betreut. Hier seien lediglich Restarbeiten an einer Säule im Hofsaal von einem Steinmetz zu erledigen. An der Nordseite müsse auch noch ein Lager für einen Balken ausgetauscht werden. Das gehe aber erst, wenn die Säule intakt ist. Wenn dann die derzeitigen Arbeiten im alten Schloss beendet sind, soll es im neuen weitergehen.Dort im alten Teil sind die Handwerker derzeit dabei, die Decken zu sanieren.

"Eigentlich gibt es nicht viel Neues", meint Ursula Burkhardt. "Alle Decken sind in gleich schlimmem Zustand." Dagegen müsse man immer wieder einmal mit Überraschungen fertig werden. Erst neulich hatte man Fachwerk gefunden, wo man es nicht vermutet hatte.Zurzeit wird im alten Schloss die Flurwand unterfangen. Gleichzeitig wird an der Decke über dem Festsaal gearbeitet, und auch die im ersten Obergeschoss muss erneuert werden. Nicht mehr in Ordnung sind die Mauerkronen. Hier haben sich im Laufe der Jahrhunderte Steine gelockert, die neu eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang schließen die Handwerker auch die Risse, die sich an Steinen und Mauern gebildet haben. Zwischen die alten Balken werden neue eingezogen. Dort, wo die Auflagen nicht mehr so gut sind, werden betagte Exemplare an die neuen gehängt. Wenn alles fertig ist, ziehen die Handwerker wieder um in das neue Schloss. So lange bleibt das Heimatmuseum dort. Dann muss es wieder umziehen.

schloss heringen mit festplatz Viel Arbeit für alle Beteiligten, müssen doch stets zahlreiche Exponate transportiert werden. Aber die nächsten zwei bis drei Jahre wird es dauern, bis man im alten Schloss fertig sei, schätzt Ursula Burkhardt und will sich jedoch nicht genau festlegen. Schließlich müsse man auch künftig mit Überraschungen rechnen.

Trotzdem gehen die Arbeiten noch immer planmäßig voran. Der Termin steht: Im Jahre 2012 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Auch die Finanzierung sei bis dahin gesichert, weiß die Ingenieurin. "Dann ist die statische Sicherheit für das Gebäude gegeben", räumt sie ein. Das bedeutet aber noch nicht, dass man an den Ausbau gegangen sei. Der koste extra. Die Stadtverwaltung sei gerade dabei, weitere Fördermittel lockerzumachen, um dem Gebäude nach der Rettung vor dem Verfall auch wieder alten Glanz zu verleihen. Nach der Einstufung des Heringer Schlosses aus dem 12. Jahrhundert als "National wertvolles Kulturdenkmal" war der Weg zu den Fördermitteln frei.

 

1500 Puppen für das Schloss

29.Juni 2007

  Ihre komplette Sammlung von etwa 1500 Puppen verschiedener Größe aus Sonneberger Produktion sowie 20 Puppenwagen und mehrere -stuben, kleine Kochherde und anderes Spielzeug hat Brigitte Buttenberg aus Andisleben jetzt dem Schloss Heringen übereignet. Als Brigitte Heise in Heringen geboren, hatte sie am Rande der Feierlichkeiten zur goldenen Konfirmation die Ausstellung im Schloss besichtigt. Begeistert bot sie "ein paar Sachen" an, erinnert sich Ursula Thomas. Ein ganzes Zimmer voller Puppen fand sei bei einem Besuch vor. Dort stellte sich zu ihrer Überraschung heraus, dass sie die ganze Sammlung bekommen sollte. Es sind Modell- und auch Spielpuppen sowie einige Stücke mit Porzellanköpfen. Komplett ausgestellt werden die Puppen erst dann, wenn das Museum ins alte Schloss zurückgekehrt ist. So lange gibt es eine kleine Auswahl in drei Regalen zu sehen. Die kann zu den Öffnungszeiten besichtigt werden. Die restlichen Exemplare sind in Kisten sicher eingelagert.

 

Umzug ins Schloß

Andislebener Sammlerin hat 1500 Puppen zusammengetragen und diese dem Museum in Heringen übergeben


Umziehen strengt an: einpa­cken, Kisten schleppen, aus­packen. Mit 1500 Puppen als Transportgut gestaltet es sich noch schwieriger.

Ursula Thomas steht mit dem Aufräumen noch ganz am An­fang. Die Freude ist trotzdem groß. Die Leiterin des Heringer Schlossmuseums im Landkreis Nordhausen ist um einen gro­ßen Schatz reicher: kleine, gro­ße, alte und neue Puppen sind in die Gemächer des histori­schen Schlosses eingezogen. Vorübergehend müssen sie allerding noch verstreut in ver­schiedenen Räumen stehen. Sind die Umbauarbeiten am al­ten und neuen Teil des ehrwür­digen Hauses erst einmal abge­schlossen, sollen alle dann ge­meinsam den Besuchern prä­sentiert werden.

Die Freude bereitet hat ihr Brigitte Butten­berg aus Andisleben bei Erfurt. Die leidenschaftliche Sammle­rin stammt aus Heringen und kennt die umtriebige Muse­umsleiterin von Besuchen. Vor einiger Zeit erhielt Ursula Tho­mas einen Anruf, sie solle doch einmal vorbeikommen in An­disleben, man hätte etwas für sie. Den anschließenden Be­such dort werde sie wohl nie vergessen, sagt die Heringerin.

Zwei Zimmer von oben bis un­ten gefüllt mit Puppen in allen Varianten. Blond, brünett, sit­zend, stehend, von wenigen Zentimetern bis zu einem Me­ter hoch fand sich in den Räu­men alles, was Mädchen-Her­zen höher schlagen lässt. 50 Jahre brauchte Brigitte Butten­berg, um all diese Schätze zu­sammenzutragen. Liebevoll wur­den Kleidung gestrickt oder gehäkelt, Wagen angeschafft und Geschirr dazugestellt. Eine kleine Welt entstand. Da lag der Wunsch nahe, alles gut auf­gehoben zu wissen.

Und was würde sich dafür besser eignen als ein Heimatmuseum wie das in Heringen. Nun können sich viele an den Puppen erfreuen.

Von Andrea HELLMANN (TA_24.September_2007)

 

Tante-Emma-Laden im Schloß eingerichtet

November 2007

In Heringen gab es - wie andernorts auch - die bekannten Tante-Emma-Läden. Durch die mittlerweile große Billig-Konkurenz sind diese allerdings sang-und klanglos verschwunden. Das Heimatmuseum hat nun wieder einen eröffnet, wenn auch nicht mit Geschäftsbetrieb.

Der 175-jährige Laden der Hottelmanns aus Rieder bei Ballenstedt, schloß Ende letzten Jahres. Doch seine nahezu 100-jährige Einrichtung feiert nun im Heringer Schloß Auferstehung. Am 10.November wurde der Laden den Gästen der Schloßausstellungen zugänglich gemacht.

Nachdem die Einrichtung nicht über die Wendeltreppen des Schlosses, sondern mit dem wegen der Bauarbeiten am Schloß befindlichen Kran in´s Innere gebracht wurden, mußten noch die Regale mit den "Waren" befüllt werden. Leider sind sie immer noch nicht vollständig befüllt. Für Spenden zu diesem Zweck können Sie gern mit Frau Thomas von der Interessengemeinschaft Schloß in Verbindung treten (Tel:  036333-73888).

Selbstverständlich ist auch die Puppenausstellung weiterhin zu besichtigen. Am 2. Dezember ist um 15:30 Uhr auch eine Adventsfeier im Festsaal des Schlosses geplant, die wie im letzten Jahr durch Raja - Rosa Krenz mitgestaltet wird. Wer die Ausstellung oder den Tante-Emma-Laden besichtigen will, sollte also schon frühzeitig eintreffen oder evtl. reservieren.

 

Auch im Winter gehen die Bauarbeiten weiter

28.November 2007

 Ursula Burkhardt vom Ingenieurbüro Zschernig gab gegenüber der Thüringer Allgemeinen die folgenden Schritte bei der Sanierung des Heringer Schloßkomplexes bekannt.

Demnach werden im Alten Schloss die Decken des 3. und 4. Obergeschosses rekonstruiert, im Bereich der Regenrinnen die Außenmauern instandgesetzt, sowie anschließend der Dachstuhl repariert.

Im Sommer 2008 sollen dann die Turmhauben erneuert und die Zwerchgiebel, die im Dach eingesetzten Gauben ersetzt werden. Danach bekommt das Dach des Alten Schlosses eine  urprüngliche Kupferabdeckung, später eine Schieferdeckung.

Bisher wurden die Stützen im Keller ausgewechselt, und auch die der Decken bis zum zweiten Obergeschoss. Im Neuen Schloss ist der Hofsaal fertig. Dort ist vorübergehend das Heimatmuseum eingezogen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis zum Jahre 2011 andauern.

 

Mann aus Hamma repariert Uralt-Uhren

11.Januar 2008 (ThüringerAllgemeine)

Der imposante Turm des Heringer Schlosses ist eingerüstet. In den Nebengelassen wird geschweißt, geschmirgelt und gepinselt. Einer der Fleißigen ist Hans-Joachim Ulke.

Dass sein Kindheitstraum irgendwann Wahrheit würde - daran hat Hans-Joachim Ulke nie gezweifelt. Als er Junge war, wollte er Uhrmacher werden. Es war jedoch schwierig, eine Lehrstelle zu finden. So erlernte er etwas Technisches, und so kommen ihm dieses Können sowie sein Bastelhobby in der Freizeit zugute.

hansjoachimulke_TA-Foto: R. OBSTHans-Joachim Ulke gehört seit Jahren der Interessengemeinschaft Heringer Schloss an. Anfangs fühlte sich der 52-Jährige bei den Schraubern des Trecker-Clubs wohl. Irgendwann kam er mit Ursula Thomas ins Gespräch, der engagierten Initiatorin zahlreicher Ausstellungen in der Schloss-Galerie. Als sie eine Schau alter Uhren plante, erfuhr sie, dass Hans-Joachim Ulke zahlreiche Zeitmesser vergangener Jahrzehnte besitzt. Ihr ist es ein Leichtes, alle von der Wichtigkeit der Ausstellungen zu überzeugen. Auch Hans-Joachim Ulke erklärte sich einverstanden, seine Uhren zu zeigen. "Da habe ich erst einmal erfahren, wie geschickt er ist", sagte Ursula Thomas. Der Hammaer sei einer, dem man ohne Zögern die ererbte Standuhr mit schönem Glockenschlag oder einen Regulator der 20er-Jahre anvertrauen könne. Er habe die Geduld und Begabung, jedes Rädchen zum Laufen, jedes Pendel zum Schwingen, jeden Gong zum Tönen zu bringen. "Für mich ist es schön, dass ich mich inzwischen auf die Rathaus-Uhr voll verlassen kann", so Ursula Thomas.
Diesem Zeitmesser der Ahnen widmet sich Hans-Joachim Ulke genauso wie den zwei Uhren an den Türmen des Schlosses. Eine läuft zehn Stunden, die anderen zieht er alle zwei Tage auf. Die Räder im Werk halten nie inne.

"Mir gefällt, dass jede Uhr ein Unikat ist", sagte Ulke zu seiner Tätigkeit. Er mutmaßt, dass sie aus dem 16. bis 18. Jahrhundert stammen. Eine feine Arbeit sind sie nicht, die Zahnräder könnten sogar aus einer Schmiede stammen. Die Zeiger sind in einem Holzzapfen verankert. Er hat das Uhrwerk in der Scheune aufgebockt und völlig auseinandergebaut. Die Teile musste er beziffern, damit bei der Montage die Teile richtig zusammenpassen. An jene Stellen, durch die sich Holzschädlinge fraßen, setzt Hans-Joachim Ulke neue Stücke. Lücken in den Zahnrädern werden geschlossen, Federn neu gespannt. "Irgendwo in einer Schmiede findet sich immer ein passendes Stück", so Ulke. Sonst weiß er auch, bei wem er in der Goldenen Aue nach Ersatzteilen fragen kann. Dann wird das Gesuchte passend gemacht. Viele Männer in der Region sind wie er keine Freunde vom Wegwerfen. Es findet sich immer die Gelegenheit für neuen Einsatz.

"Solche Männer wie Achim Ulke möchte ich ständig um mich herum", lachte Ursula Thomas. Im Schloss sowie in den Nebengelassen und auf dem Platz gibt es jede Menge Arbeit für Handwerker. Das Können von jedem wird gebraucht.

Bis 2012 soll das Schlossdach fertig sein, und in den Räumen gibt´s viel Platz für ständige Ausstellungen.

Von Margit LORENZ (TA)

 

schloss_heringen_februar2008

Förderung der Sanierungsarbeiten durch den Bund bestätigt

4. März 2008

Wie die nnz auf iherer Seite mitteilte, hat sie in einem Gespräch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Manfred Grund erfahren, daß die beantragten Mittel zur Finanzierung der weiteren Sanierungsmaßnahmen am Heringer Schloß bereitgestellt werden.

Bisher flossen aus dem Bundeshaushalt schon 550.000 Euro in das Sanierungsprojekt dieses für Heringen markanten und für das Stadtbild und für die Heringer Bürger so wichtigen Gebäudes. Neben Spenden und Drittmitteln ist der Zufluß der von 2008 bis 2012 bereitgestellten Mittel in Höhe von 2,8 Millionen Euro ein wesentliches Standbein für die Sanierung des Schlosses.
Die Zuwendungsbescheide für "National wertvolle Kulturdenkmäler" über 12 Millionen Euro werden im Laufe der nächsten Tage vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien an die Initiatoren der insgesamt 86 geförderten Projekte zugesandt.

Am Freitag, d. 7. März wird um 19:00 Uhr im Eiscafe am Burgweg das Nutzungskonzept des Schlosses in der Jahreshauptversammlung der CDU beraten. Ziel ist es, neue Ideen in das Konzept einfließen zu lassen. In der letzten Stadtratssitzung wurde dazu bereits öffentlich diskutiert.