Ende der Bauarbeiten abzusehen
Nicht heute oder morgen, aber in wenigen Jahren wird sich die Arbeit des Schlossvereins und der ausführenden Firmen gelohnt haben. Das Kulturdenkmal, welches mit europäischen Fördermitteln saniert wird, macht große Fortschritte.
Die rund 1000 Quadratmeter Dachfläche des Alten Schlosses werden derzeit mit Kupfer belegt, und so der Ursprungszustand des Gebäudes wieder abgebildet.
Rund 40 Prozent der Dachfläche nehmen die Turmhauben ein. Am Turm der Nordseite wurden leichte Änderungen vorgenommen, so daß das Schloss von der Nordseite eine andere Ansicht bekommt. Im Internet fanden sich alte Abbildungen, auf welchen der jetzt wieder hergestellte Zustand verzeichnet war. Der Turm wurde also höher, und das Dach weiter herausgezogen. Ursprünglich war das Dach mit Kupfer gedeckt, später erfolgte eine Schiefer- und zu DDR-Zeiten eine Plastikeindeckung. Da Schiefer und Kupfer heutzutage fast gleich wertig im Preis sind, Schiefer aber zu häufigeren und damit eventuell gefährlicheren Ausbesserungen geführt hätte, entschied man sich für das Kupferdach.
Mit dem 200.000 Euro kostenden Dach belaufen sich die Sanierungskosten für das letzte Jahr auf satte 1,25 Millionen Euro. Für diesen Bauabschnitt, der bis Herbst 2009 abgeschlossen sein soll, wurde auch das tragende Gerüst aus Holz unter Einbeziehung ein paar alter, noch guter Balken erneuert. Im Winter wurden Innenwände, Trennwände und Fußboden ausgebessert und ergänzt.
Im nächsten Abschnitt wird ab September die Südfassade samt Fenstern, sowie ein Teil der Fußböden instand gesetzt. Es folgen die Deckenfüllung und die Bekleidung.
Für die Nutzung des Neuen Schlosses nach Abschluss der Sanierungsarbeiten gebe es bereits Konzepte, weiß Axel Hofmann, der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Schloss Heringen. Man könne sich die Einrichtung von Schulungsräumen mit gleichzeitigen Übernachtungsmöglichkeiten vorstellen.
Da sich immer mehr die Festivitäten der Stadt auf den Schlossplatz konzentrieren, brechen dann bestimmt auch rosige Zeiten für die Vereine der Stadt an, die noch kein festes Domizil hatten. Deren Präsenz bringt auch positive Effekte für die Ausstellungen, die nach Bauabschluß aus dem Neuen ins Alte Schloß umziehen und auf Veranstaltungen, die nicht nur regionale Besucher anlocken sollen.
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